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MUSEOLOGIE: Martin R. Schärer: Museology is not an instrument either for unity (Typ: .pdf)
Vortrag, gehalten 2004 auf dem ICOFOM-Symposion in Krasnoyarsk.

Ist Museologie tatsächlich ein Instrument zur Schaffung kultureller Einheit und Verschiedenheit? Nach Auffassung des Museologen Martin Schärer wohl kaum, denn Museologie dient ausschließlich dem Verständnis des Musealphänomens, der Musealität. Schärer vermutet in dieser Hypothese eine Verwechslung von Museum und Museologie. Eine Wissenschaft sollte nie dazu benutzt werden, mit ihr etwas Wesensfremdes erreichen zu wollen. Solch Mißbrauch hat in der Vergangenheit zu schrecklichen Folgen geführt.
Kulturelle Einheit und Verschiedenheit sind Gegensätze. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach den globalen bzw. universellen
Werten wie z.B. den Menschenrechten – die nicht gleichzusetzen sind mit wissenschaftlichen Aussagen. Gibt es diese oder nur solche mit regional begrenztem Charakter? Der Autor ist der Überzeugung, daß lediglich wissenschaftliche Aussagen Universalität beanspruchen können und
Werte stets das Werte differierender Traditionen sind. Das bedeutet, daß Museologie bestenfalls Instrumente für Museen zur Verfügung stellen kann, die helfen, das menschliche Verhalten in Bezug auf das kulturelle Erbe besser zu verstehen. Wenn der Titel des Symposium nicht auf die Museologie, sondern auf die Museumslandschaft gemünzt wäre, sähe die Sache völlig anders aus: Museen können sehr wohl solch hehren Zielen wie Völkerverständigung, Frieden oder Differenzierung von Kultur dienen. In der Museologie herrscht Übereinstimmung darüber, daß die Museumsobjekte stumm sind und erst durch Ausstellungsveranstalter zum Sprechen gebracht werden. Dies geschieht jedoch durch eine mehr oder weniger bewußte Bewertung – objektive, neutrale, „unschuldige“ Ausstellungen gibt es nicht. Ähnliches läßt sich für ganze Sammlungen sagen, die von Subjekten nach bestimmten Gesichtspunkten selektiert wurden. Historische Museen sollten deshalb auch Objekte aus den weniger erfreulichen Geschichtsperioden zeigen. Die Museologie kann z.B. vorschlagen, eine Ausstellung über „verhaßte“ Objekte zu veranstalten. Objekt und sich wandelnden Kontext darzustellen, ist immer eine lohnenswerte Aufgabe. Der museologische Standpunkt erlaubt so neue, interessante Fragestellungen jenseits einer zu engen fachspezifischen Sicht innerhalb des Tellerrands.

 

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