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Juli / 2021
Archäologische Museen in Österreich / Konservieren-Restaurieren (DA 273+274)
 
Vorwort

Es ist seit beinahe eineinhalb Jahrzehnten Tradition geworden, dass die international renommierte Museumszeitschrift MUSEUM AKTUELL eine Nummer pro Jahr der vielfältigen österreichischen Museumslandschaft widmet. In diesem Jahr sind es die archäologischen Museen Österreichs – eine wunderbare Idee.

Archäologie ist für viele Menschen das Synonym für prähistorische Funde oder zumindest frühgeschichtliche Epochen. Viele der österreichischen archäologischen Museen beherbergen jedoch auch Objekte aus der Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, der Montanarchäologie, der Stadtkernforschung, aber auch der Burgen- und Kirchenarchäologie. Je nach Standort des Museums werden insbesondere autochthone Grabungsfunde von der frühen Geschichte der Menschheit oder vielfach sogar aus der Vorgeschichte bis in die Gegenwart präsentiert. Die Industriearchäologie, der neuste Zweig der Archäologie, erlebt heutzutage geradezu einen Boom.

Sind es früher die großen Bundesmuseen, wie das Kunsthistorische oder das Naturhistorische Museum und die Landesmuseen gewesen, die archäologische Sammlungen anlegten, so finden sich heute zahlreiche kleinere, aber nicht unwichtigere archäologische Museen, die vor allem regionale Grabungsergebnisse aufbereiten und einem interessierten Publikum präsentieren. Die Palette reicht dabei, neben vielen anderen, vom Weinstadt-Museum Poysdorf, über das Domgrabungsmuseum Salzburg, bis zum Keltenmuseum Hallein, vom Römermuseum in Tulln, bis zum Papyrusmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek, das im April 2021 nach einem großen Relaunch seine Tore wieder für das Publikum geöffnet hat.

Waren es im ostösterreichischen Raum insbesondere die Römer, die eine ungeahnte Vielzahl archäologischer Objekte hinterließen, so sind für den österreichischen Zentralraum vor allem keltische und bronzezeitliche Funde charakteristisch. Mit dem römischen Municipium Claudium Aguntum in Osttirol nahe Lienz ist vermutlich eine der größten römischen Siedlungen nördlich der Alpen aus augustäischer Zeit permanent in Ausgrabung. Das Museum Aguntum vermittelt die Grabungsergebnisse und das notwendige historische Wissen dazu in vorbildlicher Weise.

Die Pandemie hat auch bei den vielen österreichischen Museen Spuren hinterlassen. Besonders das Ausbleiben der Touristinnen und Touristen in Österreich stellen die Museen vor erhebliche Herausforderungen. Dennoch, viele Häuser haben diese Zeit genutzt, um sich neu aufzustellen und notwendige Renovierungs- sowie Adaptierungsarbeiten professionell voranzutreiben.

Ich darf Sie, liebe Leserinnen und Leser, sehr herzlich einladen, sich ein persönliches Bild von den österreichischen archäologischen Museen und den vielen anderen musealen Einrichtungen des Landes zu machen. Dazu, und auch zur spannenden Lektüre dieser Zeitschrift, wünsche ich Ihnen viel Vergnügen.

Mag.a Andrea Mayer
Staatssekretärin für Kunst und Kultur

Editorial

Als vor zwei Jahren am Campus einer Hochschule im eidgenössischen Bern Banner mit „Hambi muß leben!“ gespannt waren, schien es der überregionale Aktionismus schon ganz schön weit gebracht zu haben. Zur Erinnerung: es ging um den Erhalt des Hambacher Forstes in Nordrhein-Westfalen, er sollte nicht weiter dem Braunkohletageabbau geopfert werden.

Diese unsere spezielle, fast schon zur lieben Selbstverständlichkeit gewordene alljährliche Österreich-Ausgabe, die herauszubringen gleichermaßen eine Freude und Ehre bedeutet, mit einem belastenden Thema im Editorial einzuleiten, hat einen besorgniserregenden Grund. Kommerzinteressen wollen durchsetzen, das Denkmalschutzgesetz in NRW neu zu fassen. Der Schutz der Denkmale hat demnach nicht mehr erste Proirität. Die Denkmalfachbehörden können bei der Unterschutzstellung und Bewertung einfach ausgehebelt werden. Sie sinken gewollt zur Bedeutungslosigkeit herab.

Die Entscheidung, ob beispielsweise ein Gebäude der 1980er Jahre erhaltenswert ist, liegt dann ausschließlich bei den kommunalen Behörden. Unterschiedlich wird über Baudenkmale, Bodendenkmale oder Gartendenkmale verfahren werden können, ausschließlich im Hinblick auf den kurzfristigen Profit oder politische Interessen.

Die Denkmale in NRW sind prägend und kostbar für das Land und für Europa, für uns alle. Ein solcher Angriff auf ungeschütztes kulturelles Erbe könnte ein Präzidenzfall auch für andere Regionen werden! Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bittet um Unterstützung der Petition gegen die Neufassung des Gesetzes, das bereits nach der Sommerpause im nordrhein-westfälischen Landtag verabschiedet werden soll.

In einem kulturbewußten Land wie Österreich wäre so etwas wohl kaum vorstellbar.

Also besonders viel Freunde an dieser Österreich-Ausgabe!


Adelheid Straten

Inhalt:

5 Nachrichten aus der österreichischen Museumswelt
8 Literatur │ Namen

Archäologie in Österreichs Museen

9-12 Georg Plattner
Das Heroon von Trysa: Antikes Weltkulturerbe als museale Herausforderung

13-15 Viola Winkler; Anna Haider
Archäologie im Naturhistorischen Museum in 3D

16-19 Robert Fürhacker; Daniel Modl
Der Kultwagen von Strettweg – Eine Objektbiographie. Restaurierung und Rezeption einer archäologischen Ikone

20-22 Heinrich Kranzelbinder
Das Römerzeitliche Museum Ratschendorf: Vielleicht das kleinste aller archäologischen Museen Österreichs

23-29 Robert Krickl
Nichtinvasive Materialanalysen an archäologischen Funden unter musealen Ausstellungsbedingungen

29-31 Barbara Porod
Nicht-invasive Untersuchungen zur Polychromie provinzialrömischer Reliefs

32-36 Jasmine Ampferthaler-Dorfer
Der Magdalensberg und das Zollfeld: Reiches Erbe aus der Römerzeit

36-39 Florian Martin Müller
„Schreckenskammer der weißen Gespenster“ oder lebendiger Ort zur Vermittlung der Antike – Abgüsse nach antiken Bildwerken im Archäologischen Universitätsmuseum Innsbruck

40-43 Florian Knopp; Barbara Tober
Kelten für Kinder: Archäologie erleben im Keltenmuseum Hallein

Konservieren-Restaurieren

44-45 Gerhard Banik
In Erinnerung an Dr. Magda Strebl
19.1.1929-11.4. 2021

46-50 Leen Gysen; Nikolaus Wilke; Jörg Breitenfeld
Multidisziplinäre Konservierung-Restaurierung, ökologische Schädlingsbekämpfung und Dekontamination bei IPARC/ICM

51-53 Paul-Bernhard Eipper im Interview
Zeitgemäß lesen, zeitgemäß reinigen:
Das „Handbuch der Oberflächenreinigung“ in 7. Auflage

Museen museologisch betrachtet

54-57 Fabian Tim Stöckl
Das Museum in Zeiten der Pandemie: Was verloren geht und was die Zukunft bringt

Fälschungserkennung

58-63 Thomas Martin
Der Inschriftenfälscher von Nennig. Ein deutscher Archäologie-Krimi des 19. Jahrhunderts

64-65 AutorInnen dieser Ausgabe
65 Impressum
66-67 Wichtige Ausstellungen

Zum Titelbild:

„Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht.“
500 Jahre ist es her, daß Jakob Fugger „der Reiche“ die älteste Sozialsiedlung der Welt, die Fuggerei gestiftet hat. Denn auch in dieser „Goldenen Zeit“ der Stadt war die Gesellschaft mit Krisen wie Seuchen und Armut konfrontiert. Wie man damals darauf reagierte und weshalb gerade Stiftungen verbindende, menschliche Phänomene sind, möchte die Ausstellung erlebbar machen.
Ausstellung der Kunstsammlungen & Museen Augsburg vom 28. August bis zum 28. November 2021 im Maximilianmuseum, Fuggerplatz 1, 86150 Augsburg. www.kmaugsburg.de/stiften Anzeige



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